DIE LAVOIR [di: la’vu:ɐ]

Der Weblog für freien Diskurs

Wider den FRAUEN-Büchertisch bei Thalia

Anlässlich des internationalen Frauentages am 08. März:

Geza Gold © Bildrecht, Wien 2021

Neulich gesehen in einer Thalia-Buchhandlung: Herz & Schmerz-Lektüre am FRAUEN-Büchertisch. Eklige Schmonzetten, seidenweiche Krimis, schnörkelige Fantasy – für mich absolut nichts dabei auf dem sogenannten Frauen-Büchertisch. Stellt sich die Frage: Entspreche ich nicht dem typischen Frauenbild, oder gibt der Buchhandel einen Archetyp Frau vor, der gar nicht existiert? Frau wird in der Thalia-Buchhandlung gerne für dümmer verkauft, als Frau tatsächlich ist. Verärgert halte ich Ausschau nach dem Pendant, dem grindigen Männer-Büchertisch, wohlwissend, dass ich nicht fündig werden kann.

„Und wo findet sich der MÄNNER-Büchertisch?“, frage ich den Buchhändler, männlich, jung.

„Gibt es keinen“, meint dieser peinlich berührt.

Nun, DIE LAVOIR [di: la’vu:ɐ] legt auf den imaginären MÄNNER-Büchertisch folgende Lektüre, denn wir bestehen auf Fairness:

Einen Traktorenbildband, Grillkochbücher (die nächste Grillsaison kommt bestimmt), ein Fachbuch für Riesengriller zum Selberbauen sowie einen Ratgeber über das Fischen von Frauen-Herzen. Wobei, ob letzterer Ratgeber was nützt? Männer sind und waren noch nie so verwirrt, so von der Spur und so ratlos wie heute. . . Aber, ist ja Frauentag, ergo wird über Männer jetzt nicht weiter gesprochen, sondern hier mein ganz persönlicher Frauen-Büchertisch des Tages präsentiert:

Geza Gold © Bildrecht, Wien 2021

Regina Hilber

Für alle, die das Editorial noch nicht gelesen haben: Das französische „Lavoir“ versus DIE LAVOIR [di: la’vu:ɐ], wie in Österreich auch „salopp“ gebräuchlich.

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